Werke

1_1_ebene_21 Erich Ohser verwendete für sein zeichnerisches Werk vor allem Bleistift und schwarze Tusche. Bereits während seiner Studienzeit, und ab 1927/28 nunmehr hauptberuflich, zeichnete er unablässig und schuf innerhalb weniger Jahre ein facettenreiches Oeuvre. Dabei darf man sich nicht nur auf die weltbekannten Vater und Sohn-Zeichnungen, die hauptsächlich zwischen 1934 und 1937 in der Berliner Illustrirten Zeitung erschienen, konzentrieren. Diese Bildgeschichten, die im deutschsprachigen Comic gleich nach Wilhelm Buschs Max und Moritz zu nennen sind, machen bis zum heutigen Tage weitgehend die Bekanntheit von e.o.plauen aus. Vater und Sohn werden auch viele Jahrzehnte nach ihrem Erscheinen auf Postkarten oder Briefmarken, in Zeitschriften oder Büchern gedruckt.

Zugleich veröffentlichte Ohser in vielen weiteren Zeitungen wie dem Vorwärts und zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in der Wochenzeitung Das Reich. Während sich im sozialdemokratischen Vorwärts und in seinen politischen Karikaturen das aufgeheizte Klima in der Weimarer Republik widerspiegelte und regelmäßig Kritik an der aufkommenden Rechten aufs Papier gebracht wurde, ist seine Tätigkeit im nationalsozialistischen Presseorgan Das Reich umstritten. Außerdem waren bis in die 1930er Jahre hinein die Neue Leipziger Zeitungsowie die Hauszeitungen und Jahrbücher der Büchergilde Gutenberg und nicht zuletzt die Ullstein-Kunstzeitschrift Querschnitt Veröffentlichungsorte. Auch in der Berliner Tageszeitung 8 Uhr-Abendblatt und in der Grünen Post, ebenfalls aus dem Hause Ullstein, wurde publiziert.