Wissenschaftler im Porträt

Delia Viola Kottmann

seit Juli 2020 im Erich-Ohser-Haus

Delia Viola Kottmann

seit Juli 2020 im Erich-Ohser-Haus

Delia Viola Kottmann, 1978 in Baden-Württemberg geboren, studierte von 1998 bis 2004 in Tübingen, Padua und Paris Kunstgeschichte und Romanistik (M.A.). Für ihre Magisterarbeit zu romanischen Fresken im Latium war sie mehrere Monate in Rom an der Bibliotheca Hertziana. Diese Stadt wurde bereits zuvor während eines dreimonatigen Praktikums an der Galleria Borghese zu ihrer europäischen Lieblingshauptstadt. Nach der Magisterarbeit zu dem romanischen Apokalypsezyklus vertiefte sie ihr mediävistisches Wissen von 2004 bis 2006 in Poitiers und absolvierte den französischen Abschluss Diplôme d’Études Approfondies, danach war sie für ein Jahr am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris, bevor es nach Dresden an die Technische Universität für weitere Forschungen zu romanischer Kunst und einen Lehrauftrag ging. Ihre Fachkenntnisse zu romanischer Wandmalerei wandte sie 2012 bis 2015 als Mitglied des DFG-Netzwerks ZeitenWelten. Zur Verschränkung von Weltdeutung und Zeitwahrnehmung im frühen und hohen Mittelalter an. Neben der Galleria Borghese nahm sie weitere Praktika u. a. an der Kunsthalle Göppingen, dem Louvre, der Staatsgalerie Stuttgart oder dem Landeskriminalamt Stuttgart wahr. In Oberbayern arbeitete sie ab 2012 zunächst mehrere Jahre für den Verlag Walter de Gruyter, ab 2014 für ein zeitgenössisches Museum, dem Dream House Polling, welches minimal music und visual art von La Monte Young und Marian Zazeela zeigt, für die Landesstelle nichtstaatlicher Museen in Bayern ab 2016 sowie nach weiteren zwei Jahren als Abteilungsassistentin der Bodendenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Dabei war sie in ihrer Freizeit entweder als Autorin zu zeitgenössischen Künstlern tätig oder als freie Kunstvermittlerin und Museumspädagogin im Museum (Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Buchheim Museum der Phantasie in Bernried am Starnberger See, Franz Marc Museum in Kochel am See, Museum Penzberg – Sammlung Campendonk). Ihre letzte Station vor dem Erich-Ohser-Haus verbrachte sie in Niedersachsen, wo sie während acht Monate an der Museumsakademie MUSEALOG zur Fachreferentin für Sammlungsmanagement und Qualitätsstandards in Museen ausgebildet wurde.