Bildpate werden

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Im künstlerischen Nachlass in Plauen befinden sich einige „Bildpatienten“, die auf sachkundige Behandlung durch einen Restaurator warten. Die Bildpaten, die für die anfallenden Kosten aufkommen, werden auf Wunsch bei jeder öffentlichen Präsentation und Publikation der Arbeiten in der Bildunterschrift genannt.Dieses Angebot ist besonders interessant für Unternehmen und Institutionen, die hier Verantwortung vor Ort übernehmen und nachhaltig für die Bewahrung des künstlerischen Erbes eintreten wollen. Aber auch für Privatpersonen eröffnet eine Patenschaft die Möglichkeit, sich auf so persönliche wie einzigartige Weise mit einer wertvollen Zeichnung zu verbinden. Auch bietet sich an, eine Bildpatenschaft an einen lieben Menschen zu verschenken.Die Restaurierungskosten belaufen sich auf Beträge zwischen 240-500 €. Über die zu vergebenden Bildpatenschaften und die dazugehörigen Modalitäten informiert Sie unsere Website und unser Team vor Ort, sprechen Sie uns an!

Der künstlerische Nachlass Erich Ohser-e.o.plauens umfasst rund 1400 Zeichnungen und Grafiken. Dieser Bestand bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das vielfältige Schaffen des großartigen Zeichners. Er wurde durch den Krieg gerettet, während viele Zeichnungen bei der Zerstörung von Haus und Atelier in Berlin vernichtet worden sind. Die Familie bewahrte dieses kostbare Konvolut nach dem Krieg in Europa und Amerika an den jeweiligen Wohnorten auf. Zeichnungen sind höchst sensible Kunstwerke, der Bildträger Papier oftmals sehr empfindlich.

Der überwiegende Teil der Blätter war beim Ankauf des Nachlasses in einem sehr guten Zustand. Ein kleinerer Teil jedoch weist leider Gebrauchsspuren und Schäden auf, die durch Zustandekommen und Überlieferung des Bestandes zu erklären sind. Es handelt sich dabei nicht selten um Arbeiten, die Ohser besonders schätzte, so dass er sie beispielsweise in seinem Atelier an die Wände gepinnt hatte, um sie stets vor Augen zu haben. Der Künstler liebte jede einzelne seiner Zeichnungen sehr und arbeitete zugleich mit ihnen: er pflegte einen lebendigen Austausch bei der Suche nach neuen Bildlösungen.

 

TIERSTUDIEN

Ohser war ein großer Tierfreund und steter Besucher des Leipziger und besonders des Berliner Zoos. Davon zeugen nicht zuletzt eine Reihe von Studienblättern nach Zootieren. Die etwa A4-formatigen Blätter entstanden vor Ort in Skizzenbüchern, es handelt sich um sehr empfindliche Tuschezeichnungen, die dringend restauriert und neu aufgezogen werden müssen. Die Blätter zeigen die Tiere isoliert, mit nur wenigen, sparsamen und treffsicheren Zügen umrissen. Der Künstler erfasst die Tiere in ihrer charakteristischen Bewegung und Haltung, er verleiht ihnen bei aller Spontaneität der Beobachtung etwas Monumentales. Ohsers unsentimentaler Blick ist zugleich voller Liebe auf die Tierwesen gerichtet. Dass ihm die Zerstörung des Berliner Zoos und der Tod der Tiere dort im Krieg schwer erschütterte, ist mehrfach überliefert. Auch in den „Vater und Sohn“-Geschichten tauchen Tiere mehrheitlich als Freunde und Gefährten der Menschen auf. Die frühen Tierstudien, von denen sich nur ein kleinerer Bestand erhalten hat, bezeugen diese Tierliebe des Künstlers.

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Galerie e.o.plauen im Erich-Ohser-Haus

Nobelstraße 7/13 08523 Plauen (Vogtland) Telefon: 03741 291 234 4 Fax: +03741 291 32344 Mail: gesellschaft@e.o.plauen.de